Heilbronner begleitet deutsches Debating-Team

Aaron Auchter

Aaron Auchter

Bei der World Schools Debating Championships in Stuttgart begleitet der Heilbronner THG-Schüler Aaron Auchter das deutsche Team

Bei den World Schools Debating Championships treten Schüler zwischen 14 und 19 Jahren aus 60 verschiedenen Ländern von Argentinien über Estland, Israel, Mexiko, Peru, Schweden und den USA bis Zimbabwe im Debattieren auf englisch gegeneinander an. Immer zwei Teams aus unterschiedlichen Ländern liefern sich eine Pro und Contra Schlacht. Der Weltmeister wird am 29. Juli festgestellt. Dabei wird das deutsche Team vom Heilbronner Theodoer-Heus-Gymnasiasten Aaron Auchter durch den Wettkampf geführt.
Aaron Auchter war selbst im Debater-Team des THG beim deutschen Junior-League-Finale, bei dem nach spannenden Vorrundendebatten es den THG-Debatern dieses Jahr erstmals gelang, die Endrunde des Junior-League-Wettbewerbs zu erreichen.
Die Delegation, begleitet von ihren Lehrerinnen Claudia Fezer und Maria Sunten, errreichte in Rottweil einen überraschender Gruppensieg kamen über das Halbfinale in das Finale. Das THG-Team holte dann gegen die International School Frankfurt mit den Teilnehmern Solveig Blankenhorn, Zeynep Senel und Aaron Auchter, unterstützt von Larissa Hajdenfelder und Fabian Biefel, den Pokal für das beste Junior-League-Debating-Team Deutschlands ans THG.
Zudem wurde in der „Award Ceremony“ Aaron Auchter als drittbester Redner und Zeynep Senel als sechstbeste Rednerin des Wochenendes geehrt, nachdem die Urkunden für den großartigen Teamerfolg überreicht worden waren. Jetzt begleitet Aaron Auchter in Stuttgart die „deutsche Nationalmannschaft“ in der Weltmeisterschaft.
Neben dem Debattieren an Universitäten hat sich der Wortwettstreit in den vergangenen Jahrzehnten auch global an Schulen ausgebreitet.
In Stuttgart werden 56 Ländergruppen von allen Kontinenten mit über 500 Personen zu Gast sein. Ruanda und die Schweiz geben in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ihr WM-Debüt.
Beim World Schools Debating treten, anders als im British Parliamentary-Format, nur zwei Teams in einer Debatte gegeneinander an. Die Proposition und die Opposition bestehen aus jeweils drei Sprechern. Sie alle halten eine achtminütige Rede. Der erste oder zweite Redner jeder Seite fasst den Ablauf der Debatte abschließend in vier Minuten aus dem Blickwinkel seiner Seite zusammen. Bemerkenswert ist auch, dass es sich bei den acht Vorrunden zu gleichen Teilen um vorbereitete und improvisierte Debatten handelt. Diese Abgrenzung existiert, um Diskussionen zu ermöglichen, deren inhaltliche Komplexität Recherche erfordert. Die Themen der vorbereiteten Debatten erfahren die Teilnehmer spätestens zwei Monate vor Beginn des Turniers. Am 21., 22., 24. und 25. Juli debattieren die Jugendlichen über die moralische Verpflichtung zur Spende, Referenda vor der Ratifizierung von Freihandelsabkommen, Patente in der technologischen Industrie und Präsident Obamas Außenpolitik. Auch improvisierte Debatten erfordern beim World Schools Debating etwas weniger Improvisationsfähigkeit als beim Debattieren an der Universität. Die Schüler bereiten ihre Argumente in einer Stunde, anstatt in nur 15 Minuten, vor. Ihren Auftritt bewerten Juroren nach den Kategorien Stil, Inhalt und Strategie.
Das deutsche Team hat es bei den Word Schools Debating Championships noch nie über die Vorrunden hinausgeschafft. 2014 erreichte die Mannschaft den 17. und 2015 den 18. Platz, wodurch sie den Einzug ins Achtelfinale knapp verpassten. Joke Steinwart (17), Barbara Krumpholz (17), Judith Benk (17), Clíodhna Herkommer (16) und Marcus Nonn (15), die nächste Woche Deutschland repräsentieren, haben allerdings vor, das Achtelfinale zu erreichen.

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